Kunst in Capranica Prenestina

Ein paar Stunden in einem ruhigen mittelalterlichen Dorf zu verbringen und sich zwischen kleinen Gassen und Treppen zu verlieren, ist eine Gelegenheit, um die Freude an den einfachen Dingen des Lebens wiederzuentdecken: den Duft frisch verbrannten Holzes, der aus den Schornsteinen der Häuser aufsteigt, der Blick auf die umliegenden Berge, eine Verschnaufpause auf den Treppen vor einer Kirche. Die Häuser und die Straßen scheinen auf den Bergkamm rings um die Kirche della Maddalena geklettert zu sein, die das ganze Dorf überragt. Halten Sie auf dem entzückenden kleinen Platz inne, um den alten Steinbrunnen, den Glockenturm und die prachtvolle „kleine Kuppel“ der Kirche della Maddalena zu bewundern, welche der Schule von Bramante zugeschrieben wird.

Aus der gleichen Zeit stammt auch der Capranica–Barberini-Palast. Er wurde auf den Mauern eines alten mittelalterlichen Gebäudes errichtet, dessen Spuren noch heute in der Innenaufteilung der Räume deutlich erkennbar sind. Heute ist dort unter anderem ein interaktives Naturkundemuseum untergebracht, in dem man die Natur und die umliegende Umgebung entdecken kann.

Ein obligatorischer Besuch sollte auch der kleinen Landkirche Madonna delle Fratte mit ihrer schönen Treppe sowie dem Barons-Palast mit seinem in den Stein gehauenen natürlichen Bogen gewidmet werden

Der Rundgang geht mit dem Abstieg über die Via delle Mura, die ein weitläufiges Panorama über den Apennin bis hin zur Hauptstadt bietet, und einem Besuch im Wallfahrtsort Mentorella zu Ende. Laut der Legende soll dieser Wallfahrtsort auf Wunsch des Kaisers Konstantin des Großen errichtet und von Papst Silvester I. der Heiligen Jungfrau geweiht worden sein. Es ist weiterhin der erste christliche Marienwallfahrtsort überhaupt und Ziel der ersten Pilgerreise, die Papst Johannes Paul II. außerhalb Roms getätigt hat.

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