Die Ruinen des antiken Tusculum

Die Archäologische Stätte Tusculum bietet nicht nur eine emotionsgeladene Reise zurück in die Geschichte, sondern auch eine Gelegenheit, um für einige Stunden die Naturschönheiten der Albaner Berge zu genießen. Die Überreste der Stadt erheben sich auf dem Kamm eines Hügels, der auf den Monte Albano schaut, und werden von der dichten mediterranen Macchia umrahmt. Auf der Pflasterstraße der Grabstätten beispielsweise sprießen stellenweise Farnkraut und Disteln und das Römische Theater erhebt sich auf einer kleinen Lichtung, die von mächtigen Buchen umgeben ist. Gemäß einigen Quellen soll Tusculum von Telegonos, dem Sohn von Odysseus und der Zauberin Kirke, gegründet worden sein. Die archäologischen Funde aus dem Inneren der Akropolis datieren die Entstehung jedoch auf die Eisenzeit. Die Stadt stand an der Spitze der Lega Latina, einem Bündnis der Städte des Latiums gegen Rom, und fiel dann selbst unter römische Verwaltung. Zur Zeit der Römischen Republik wurde die Stadt als Rückzugsort von Mitgliedern der Aristokratie der Hauptstadt auserkoren, die hier luxuriöse Villen erbauen ließen.

In dieser Zeit wurden die großen öffentlichen Bauten errichtet, deren Überreste wir heute bewundern können: das Theater, das Amphitheater, die Basilika, das gepflasterte und von Bogengängen umgebene Forum, die Gerichtsbasilika, den Merkur-Tempel und den archaischen Brunnen. Tusculum wurde 1191 wiederum von Rom selbst zerstört und bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Verfall überlassen. Die gesamte Besichtigung dauert circa 1 Stunde und 30 Minuten. Anschließend können Sie sich auf einem mit Tischen ausgestatteten Grillplatz ausruhen und im Schatten der Bäume ein von zu Hause mitgebrachtes Picknick verzehren

Auf dem Rückweg können Sie eine außerhalb der Stadt gelegene heilige Stätte, eine mittelalterliche Kirche sowie die Überreste der antiken Akropolis besichtigen, an der noch heute Ausgrabungen stattfinden.

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