Auf den Pfaden der Maiella

Es ist schwierig, die Eindrücke auf den Pfaden in die Maiella zu beschreiben, die Plinius der Ältere als den „Vater der Berge“ beschrieb und die für die Einwohner der Abruzzen „Mutter Berg“ heißt. In Wirklichkeit handelt es sich dabei gar nicht um einen einzelnen Berg, sondern um eine beeindruckende Gebirgsgruppe, das zweitmächtigste Massiv des kontinentalen Apennin nach dem Gran Sasso. Hier gedeiht in weitläufigen Gebieten unberührter Natur die kostbarste und seltenste Biodiversität Italiens, die europäische und weltweite Bedeutung hat. Heute ist die Maiella ein Nationalpark.

Seit der prähistorischen Zeit war die Maiella ein Ort religiöser Riten. Mit dem Christentum und vor allem während des Mittelalters wurde sie zum Sitz bedeutender Benediktinerklöster. Es gibt hier zahlreiche Grotten, in denen sich im Laufe der Jahrhunderte die Geschichten der verschiedensten Menschen abspielten: Hirten, Heiliger, Eremiten und Briganten. Unter ihnen sticht die Figur von Pietro da Morrone besonders hervor. Er lebte als Eremit in diesen Bergen, errichtete Klausen und gründete den Mönchsorden der Cölestiner, bis er im Jahr 1294 sogar zum Papst gewählt wurde.

Für alle Wander- und Trekking-Fans gibt es hier zahlreiche Pfade und Wege, die mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden und Längen (von 2 Stunden bis zu einem 5tägigen Rundgang) auf Entdeckungstour durch die urtümliche und unberührte Natur der Maiella führen. An den Informationspunkten im Maiella-Park (www.parcomajella.it) findet man Landkarten für Ausflüge (sie werden auch in den Buchgeschäften in der Stadt verkauft); Maiella Walking ist ein lokales Unternehmen, dass die Road Books der Wege (innovative Wanderführer, mit denen man sich völlig unabhängig bewegen kann) für alle anbietet, die mehrtägige Wandertouren unternehmen wollen. Auch andere Dienstleistungen, wie Gepäcktransporte, werden angeboten (www.maiellawalking.it).

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