Ein Spaziergang im historischen Stadtkern

Ob groß oder klein, der historische Stadtkern ist das Herz jeder urbanen Landschaft, ein Ort der Identität und Erinnerung, der jene besonderen Atmosphären kreieren kann, in denen man sich so richtig wohlfühlt und den regenerierenden langsamen Rhythmus eines einfachen Spaziergangs auf sich wirken lassen kann. Dies sind die Orte, in denen Sie sich am besten regenerieren können:

Ortona, „der Küstenort“. Das Aragonese-Schloss, eine zum Schutz der Stadt direkt am Meer gelegene Festung, ist der ideale Startpunkt zur Erkundung des historischen Zentrums. Von hier kann man an der östlichen Panorama-Promenade weiterspazieren oder sich in die Straßen des Zentrums begeben. In welche Richtung es einen auch zieht, das Vergnügen der typischen maritimen Atmosphäre eines Küstenorts ist dabei garantiert.

Guardiagrele, „der lebendige Ort“. Nachdem man das von renommierten Handwerksstätten gesäumte S. Giovanni-Stadttor durchschritten hat, taucht man in ein Geflecht historischer Straßen ein und lässt sich vom köstlichen Duft der berühmten Konditoreien zwischen den Architekturen aus Maiella-Gestein hindurch leiten. Diese Bauten bergen zahlreiche Kunstschätze, wie die herrliche gotische Fassade von Santa Maria Maggiore und die Kirche San Francesco aus dem 14. Jahrhundert, die zusätzlich von einem Kloster bereichert wird.

Lanciano, „der Ort der Wunder“. Die vier antiken Stadtviertel verdienen eine ausgiebige Besichtigung, die unbedingt zu Fuß erfolgen sollte. Auf keinen Fall darf man sich dabei den unterirdischen archäologischen Rundgang, die Piazza Plebiscito mit der riesigen Kathedrale Madonna del Ponte, die Reste der mittelalterlichen Stadtmauer, die „Montanara-Türme“, die Kathedrale Santa Maria Maggiore mit ihrem herrlichen Portal aus dem 14. Jahrhundert und die heilige Reliquie des Hostienwunders in der Kirche San Francesco entgehen lassen.

Roccascalegna und Gessopalena, „die antiken Orte“. In einem Umkreis von wenigen Kilometern liegen zwei eindrucksvolle mittelalterliche Orte, die von einem Landsträßchen mit Panorama-Blick verbunden sind. Roccascalegna, das mit der orangen Fahne des Touring Clubs ausgezeichnet wurde, klettert bis zu dem spektakulären Schloss den Berg hinauf. Die Straßen, Paläste und Treppen des verlassenen Dorfs Gessopalena wiederum sind in den Stein gehauenen und lassen sich zu Fuß vom neuen Dorf aus erreichen.

Vasto, „der legendäre Ort“. Ob sie nun von Diomedes, einem Überlebenden Trojas, oder von Aimone, einem Waffengefährten des Königs Pippin, gegründet wurde, die Ursprünge der Stadt Vasto verlieren sich in Mythen. Ein Besuch hier ist wie eine Reise in die Vergangenheit: über die römischen Mosaike, die beeindruckenden Befestigungsanlagen der Caldoresco-Burg, die wunderschönen Kirchen und den majestätischen Avalos-Palast bis hin zu der östlichen Promenade und der Amblingh-Loggia, einem eindrucksvollen Aussichtspunkt, von dem aus man einen ausgedehnten Blick über die Landschaft mit ihren zum Meer hin abfallenden Olivenhainen, Orangenplantagen und Gemüsegarten genießt.

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